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Tag der Inklusion in Lengerich

Berichterstattung WN, 6.07.2026, Dietling Ellerich

Lengerich

Wie es ist, wenig oder gar nichts sehen zu können

Die Blister lassen sich durch die kleinen Säckchen schnell erfühle, auch die Geldstücke sind einfach zu ertasten, aber um welche Tabletten oder Münzen es sich handelt, können Menschen, die schlecht oder gar nichts sehen, auch dann nicht erkennen, wenn die Alltagsgegenstände nicht in Säckchen stecken. Das kann im ersten Fall gefährlich, im zweiten teuer werden.

Am Tag der Inklusion am Sonntag (5. Juli) ließ der Inklusionsbeirat der Stadt Lengerich die Besucherinnen und Besucher ausprobieren, wie sich Seheinschränkungen auswirken und wie es ist, sich auf den Tastsinn verlassen zu müssen. 

Mithilfe besonders präparierter Brillen ließ es sich zudem erleben, wie wenig Menschen zum Beispiel mit Netzhautablösung, Glaukom oder Tunnelblick erkennen können.

Auch die Ledder Werkstätten und die Reha GmbH, die Kindertagespflege Lengerich und die Tourist-Info hatten auf dem Rathausplatz Stände aufgebaut, an denen sie informierten und zum Mitmachen und Ausprobieren einluden.

Einfach hatte es die Sonne am Sonntagnachmittag nicht. Doch kurz nach dem Beginn des Festes hörte es wenigstens auf zu regnen. Dass die Stimmung trotzdem bestens war, lag sicherlich auch an der Livemusik, die die Bluesbands mit teils gehandicapten Musikerinnen und Musikern des niederländischen Projekts „United by Music“ spielten. Da steckte so viel Freude und Rhythmus drin, dass niemand stillstand.

Szenenapplaus gab’s sogar als Lengericher Bürgermeister Björn Schilling die Bands in niederländischer Sprache begrüßte. „United by Music“ sei ein gutes Motto, denn Inklusion ist genau das“, machte der Verwaltungschef deutlich und wünschte allen viel Spaß sowie gute Gespräche und Begegnungen. 

(WN - 06.07.2026)