Am Mittwoch, den 17.09.2025 starteten erneut in Steinfurt die Interkulturellen Wochen. Bereits am Freitag, 19.09.2025 fand der zweite „Kulinarische Spaziergang“ statt. Veranstaltet wurde dieser vom Nachbarschaftshaus Michael (Caritas Steinfurt), Lernen fördern, dem Kulturforum Steinfurt, der Familienbildungsstätte Steinfurt, dem Heinrich-Roleff-Haus, dem Kreissportbund Steinfurt und der Stadt Steinfurt.
Start und Treffpunkt des Spaziergangs war im Kulturforum Steinfurt. Dort begrüßte Andrea Jäger, Nachbarschaftshaus Michael, zunächst alle Gäste mit einleitenden Worten und einem Aperitif. Im Anschluss gab es einen peruanischen Eintopf, traditionell zubereitet von Isabel Mujica Recharte. Während des Essens erzählte Isabel von ihrem Leben und ihrem kürzlichen Urlaub in Peru. Bevor alle zur nächsten Station aufbrachen, verteilte Angela van den Boom, Direktorin des Kulturforum, das Rezept für den peruanischen Eintopf.
Zu Fuß und per Rikscha ging es weiter zur Familienbildungsstätte, wo bereits ein typisch westfälischer Imbiss auf die Gäste wartete. „Wir lernen heute Essen aus aller Welt kennen. Daher haben wir uns gefragt: Was ist eigentlich typisch westfälisch?“ Kulturen kennenzulernen, dazu gehört auch unsere Küche kennenzulernen. Daher gibt es in der FBS heute Rosinenstullen mit guter Butter und Schwarzbrot-Käse-Ecken.“, erklärte Elisabeth Höffker von der Familienbildungsstätte. Der westfälische Snack kam gut bei allen Besuchern an.
Nach kurzer Verweildauer machte die Gruppe sich auf den Weg zum nahegelegenen Heinrich-Roleff-Haus. Dort gab es neben libanesischen Teigtaschen, Grießbrei und Grieß-Kurkuma-Kuchen auch eine Einheit Sitz-Yoga. Yulia, Übungsleiterin beim Kreissportbund, zeigte in zwei Runden, wie sich auch im Sitzen mit Yoga fitgehalten werden kann. Ein Ständchen für ein Geburtstagskind inklusive.Während eine Gruppe sich sportlich betätigte, konnten die anderen Gäste einige Mitarbeiter:innen des Heinrich-Roleff-Hauses und ihre Heimatländer etwas kennenlernen. Hierzu hatte das Team eine Weltkarte mit Fotos und einer kurzen Vorstellung vorbereitet. Neben den kulinarischen Häppchen gab es auch arabisches Bier mit Pfirsich- oder Zitronengeschmack zu probieren.
Die Abschlussstation des Tages fand sich im Wohnmodul im Hangenkamp. Die derzeitigen Bewohner:innen freuten sich über den Besuch und bewirteten nach allen Regeln der Kunst die Gäste.Neben syrischen Spezialitäten wie zweierlei Baklava und gefüllten Weinblätter, gab es allerhand Köstlichkeiten aus der Ukraine. Gefüllte Teigtaschen, verschiedenes Gebäck und Reisgerichte wurden auf das Buffet gestellt. Die Gäste waren beeindruckt über die Vielfalt und die Mengen. Natalie Fröhlich-Primus, Sozialarbeiterin der Stadt Steinfurt, bedankte sich im Namen aller Beteiligten und Gäste bei den Gastgebern. „Es ist sehr interessant einen Einblick in ein Wohnmodul zu erhalten.“, berichtet eine Besucherin. „Und dann werden wir hier auch noch so toll beköstigt und verwöhnt. Einfach nur ein toller Nachmittag!“Auch am Wohnmodul gab es dann noch ein Geburtstagsständchen. Heinz Bernhard Bödding, Pilot im Projekt „Radeln im Alter“ beim Verein WieWollenWirLeben e.V. verbrachte seinen Geburtstag im Einsatz. Zusammen mit Uli Ahlke standen die beiden Piloten mit zwei Rikschas bereit, um allen die Teilnahme am Spaziergang zu ermöglichen.
Insgesamt nahmen 50 Personen am Spaziergang teil. „Eine Steigerung um 100% zum ersten Spaziergang“, zieht Andrea Jäger Resumee. „Gut besucht, gutes Wetter, tolles Essen und ein sehr gelungener Austausch!“, pflichtet Silvia Vossenberg, Bereichsleiterin und Gesicht der Integrationsagentur bei Lernen fördern, bei.Abschließend sind sich alle Beteiligten einig, ein rundum gelungener kulinarischer Spaziergang.

