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Mobbing unter Kindern – Prävention und Intervention

Referent/-in:

Angela Stauten-Eberhardt (Grundschullehrerin a.D., zertifizierte STEP-Trainerin, Referentin für Medienbildung, systemische Beraterin in sozialen Kontexten, Master Inspirations-/Greator-Coach, Life-TrustCoach, Konfliktlöserin)

Termin(e):

27.05./28.05.2026  1. Tag: 08:30 - 16:00 Uhr 2.Tag: 8:30 - 15:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Lernen fördern Steinfurt, Grüner Weg 16

Teilnehmerzahl:

14 Personen

Ziel des Seminars:
  • Die Teilnehmer/innen erkennen, was Mobbing von alltäglichen Konflikten unterscheidet, lernen die häufigsten Mobbingrollen (Opfer, Täter, Mitläufer) kennen und verstehen die zugrunde liegenden Dynamiken
  • Die Teilnehmer/innen entwickeln Strategien, um eine positive soziale Atmosphäre in Gruppen und Klassen zu schaffen, das Zugehörigkeitsgefühl der Kinder zu stärken und präventiv gegen Mobbing zu wirken
  • Die Teilnehmer/innen lernen den „No Blame Approach“ anhand von Praxisbeispielen kennen und sind in der Lage, diesen Ansatz in ihrer Arbeit anzuwenden, um Mobbingfälle in ihrer Praxisnachhaltig zu lösen
Zielgruppe:

Pädagogische Fachkräfte in Kindertagesstätten und OGS

Inhalt des Seminars: 

Wer kennt sie nicht aus seiner eigenen Schulzeit, die Konflikte auf dem Schulhof oder die Hänseleien auf dem Schulweg? Laufen die Angriffe von Mitschüler/innen aber konsequent über einen längeren Zeitraum, werden Kinder schikaniert oder ausgegrenzt, dann spricht man von Mobbing. Bei den betroffenen Kindern und Schüler/innen führt Mobbing nicht nur zu einer Beeinträchtigung ihrer Leistungsfähigkeit, sondern in vielen Fällen auch zu psychosomatischen Beschwerden. Die beteiligten Personen – von Mobbing betroffene, aber auch die Täter/innen – senden fast immer Signale aus. Diese müssen von den Erwachsenen wahrgenommen, gedeutet und als Ausgangspunkt für Klärungsgespräche genutzt werden. Hilfreich ist auch im Vorhinein eine gute soziale Atmosphäre zu schaffen, damit es gar nicht erst zu Mobbingfällen kommt und es sollte versucht werden, Kinder, die ausgegrenzt werden, frühzeitig in die Gemeinschaft zu integrieren. An Praxisbeispielen aus Ihrem Schulalltag werden wir den „No blame Approach“-Ansatz, in welchem Gespräche mit einem von Mobbing betroffenem Kind/Schüler und einem Unterstützerkreis geführt werden, durchführen. Dieser Ansatz ist eine wirksame Vorgehensweise, um Mobbing unter Schülerinnen und Schülern zeitnah und nachhaltig zu beenden. Die besondere Faszination und der Erfolg des Ansatzes liegt darin, dass – bei leichten Problemen bis schwerwiegenden Mobbing-Problematiken - auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen verzichtet wird. Gerne besprechen wir Fallbeispiele aus der aktuellen Arbeit der TeilnehmerInnen zu den einzelnen Inhalten, die nachfolgend aufgeführt sind:

  • Was versteht man unter „Mobbing“ und welche Gründe gibt es dafür?
  • Unterscheidung “normaler” Konflikt / Streit und Mobbing
  • Mobbingrollen: Wer sind die Opfer / Täter und Mitläufer?
  • Arten von Mobbing und Auswirkungen des Mobbings!
  • Erkennen von Mobbing – Warnsignale und Informationsquellen
  • Gibt es schon Mobbing im Kindergarten?
  • Mobbing über neue Medien – Cybermobbing
  • Präventive Maßnahmen von Seiten der Kita, des OGS, der Klasse/Gruppe u.a. Soziales Miteinander, Dazugehörigkeitsgefühl stärken, über Gefühle sprechen, Schlagfertigkeitstraining etc.
  • Maßnahmen gegen Mobbing auf Schul-, Klassen und Gruppenebene, sowie im Elternhaus
  • Wie führe ich Gespräche mit dem Kind und der Gruppe?
  • Vorstellung intervenierender Ansätze: u.a. „No blame Approach“-Ansatz
  • Hilfen im Internet und in der Literatur
Methoden:
  • Selbstreflektion
  • Inputs über Powerpoint und Erzählungen
  • Rollenspiele
  • Übungen in Einzelpartner- und Kleingruppenarbeit
  • Kollegialer Austausch
  • Fallbeispiele aus der Praxis
  • Kurze Filme