Kinder erleben und verarbeiten ihre Umwelt auf vielfältige Weise. In Kindertageseinrichtungen begegnen wir Kindern, deren Wahrnehmung, Kommunikation, Aufmerksamkeit oder Selbstregulation von gängigen Entwicklungsnormen abweichen. Diese Vielfalt wird unter dem Begriff Neurodivergenz zusammengefasst und umfasst u. a. Autismus, ADHS, Hochsensibilität oder Lern- und Entwicklungsbesonderheiten. Der Workshop vermittelt grundlegende theoretische Hintergründe zur Neurodiversität und beleuchtet neurologische, entwicklungspsychologische sowie pädagogische Zusammenhänge. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie neurodivergente Verhaltensweisen verstanden werden können. Auf dieser Basis werden praxisnahe Ansätze für den Kita-Alltag erarbeitet. Dazu gehören u. a. das Erkennen von Über- und Unterforderung, der Einfluss von Reizverarbeitung auf Verhalten, die Bedeutung von Co-Regulation sowie die Gestaltung einer sicheren, vorhersehbaren Umgebung. Anhand von Fallbeispielen, Reflexionsphasen und praxisnahen Übungen wird erarbeitet, wie pädagogische Fachkräfte Kinder individuell begleiten, Ressourcen stärken und Teilhabe im Alltag ermöglichen können.
Ramona Schmidt
Ilka Niklasch
15.04.2026 09:00 - 16:00 Uhr oder
04.11.2026 09:00 - 16:00 Uhr
Lernen fördern Steinfurt, Grüner Weg 16
20 Personen
Pädagogische Fachkräfte, Fachkräfte für inklusive Erziehung