„Wow, ist das grooooß – Ein Pferd!“

Wir besuchen das Pony Snoopy

„Daniela, fahren wir heute Reiten?“ „Ja, wir fahren jetzt Reiten.“, antwortete ich dem Kind. Noch schnell einen Rucksack mit Getränken und ein paar Keksen zusammen packen, die Kindersitze in die Autos räumen und los ging die Fahrt zum Reiterhof Speer, wo die Sozialpädagogin Gaby Mersch schon auf uns wartete.

Als wir aus dem Auto ausstiegen, waren wir total beeindruckt von dem großen Hof und entdeckten ziemlich schnell den Hund, welcher sich in den Schatten verkrümelt hatte. Am liebsten hätten wir ihn direkt gestreichelt und gedrückt, so flauschig sah er aus.

Nachdem wir Gaby begrüßten, ihr unsere Namen verrieten, durften wir den Hund streicheln. Er war wirklich sehr, sehr flauschig.

Gaby ging in den Stahl und holte in der Zeit das Pony. Als sie mit dem Pony zurückkamen. Staunten wir nicht schlecht, ein Pony, so groß, so schön. Wir liefen direkt zum Pony. Als Gaby uns bremste, waren wir etwas traurig. Aber sie erklärte uns, wenn wir auf das Pony zu rennen kann es sich erschrecken und mit den Hufen austreten. Hinter dem Pferd sollten wir uns auch nicht stellen. Puh, ganz schön viel, woran wir die nächsten 5-Mal denken müssen.

Im Anschluss daran durften wir das Pferd striegeln – also putzen, damit das hängen gebliebene Stroh, vom Fell, aus der Mähne und unter den Hufen verschwindet. Striegeln ist aber auch eine kleine Massage für das Pony. Auch bei der Reinigung des Ponys lernten wir, dass es verschiedene Bürsten gibt. Eine Bürste für das Fell, einen Kamm für die Mähne und eine Bürste mit einem Haken daran, um die Hufen auszukratzen. Ganz schön aufregend.

Das Pony ist sauber und sieht sehr zufrieden aus. Endlich können wir Reiten. Aber Gaby und das Pony Snoopy laufen gar nicht los. Ob wohl noch etwas fehlt? Na klar, die Trense, ein Sattel an dem wir uns festhalten konnten und ein Seil, damit Gaby das Pony gut festhalten konnte.

Jetzt können wir endlich Reiten gehen. Das hat ja auch ein Weilchen gedauert. Total aufgeregt helfen wir Gaby beim Tragen der Hütchen, des Hockers und des Helms.

Auf der grünen Wiese angekommen durften wir jeder eine Zahl ziehen, welche die Reihenfolge bestimmt hat. Fünf Kinder waren wir, also gab es auch fünf Zahlen.

Das ist ganz schön hoch, wenn man neben dem Pony steht. Wie kommen wir da bloß hoch? Zum Glück hat Gaby einen Hocker dabei gehabt, damit wir auf das Pferd steigen konnten. Geschafft endlich saßen wir auf dem Pferd.

Zunächst sind wir vorwärts geritten. Wir mussten uns wirklich gut festhalten. Obwohl das Pferd im Schritt – also langsam – lief, hatten wir oft das Gefühl zur Seite herunter zu rutschen. Um uns auf dem Pferd zu halten, mussten wir nicht nur unsere Hände am Griff halten, sondern auch die Beine fest an den Bauch des Pferdes drücken und die Bauchmuskeln anspannen um gerade zu sitzen. Echt anstrengend, die Muskeln alle gleichzeitig zu betätigen. Als wir endlich guten Halt auf dem Pony fanden, hatte Gaby schon die nächste Aufgabe für uns. Wir sollten uns mit nur einer Hand festhalten. Ob wir uns das trauen? Ein bisschen Angst macht sich in unserem Bauch breit. Nochmal kurz überlegen. Gaby lächelt uns an und die Fachkräfte auch. Okay, wir trauen uns. Wir haben es geschafft mit einer Hand zu reiten und dann sogar freihändig. Das braucht ganz schön viel Mut und Konzentration die Aufgabe zu bewältigen ohne vom Pony zu plumpsen.

Wir waren echt mutig und mächtig stolz.

Anschließend sind wir ein paar Runden im Schritt über die Wiese geritten. Bis Gaby eine neue Aufgabe für uns hatte. Wir sollten uns auf dem Pony herum drehen, um rückwärts zu reiten. Rückwärts reiten? Wie sollen wir uns denn auf dem Pony herumdrehen, damit wir mit dem Rücken zum Kopf des Pferdes sitzen. Ob wir das schaffen ohne von dem Pony herunter zu fallen? Also eine Hand los lassen, dann die andere Hand vom Griff lösen, beide Beine zu einer Seite drehen, sich ein bisschen an Gaby festhalten – Sicherheit – und dann ein Bein wieder auf die andere Seite drehen. Wir haben es geschafft. Freudenstrahlend schauen wir uns an. Wir sitzen rückwärts auf dem Pferd. Das war wirklich sehr schwer, das Gleichgewicht zu halten und nicht vom Pony herunter zu fallen. Abschließend sind wir mit dem Pony in Trab –schnelles Gehtempo- geritten. Da hat uns eine Fachkraft ein wenig festgehalten, damit wir nicht vom Pony fallen. Das ist nämlich echt anstrengend, die Beine so feste an den Bauch des Pferdes zu drücken, um nicht herunter zu rutschen. Unser ganzer Körper hat gewackelt, wie Wackelpudding. Es hat sich sehr witzig angefühlt. Bevor wir nach Hause gefahren sind. Durften wir das Pony zurück vor dem Stall bringen und füttern. Schnell ein trocknes Brot geschnappt und dem Pony in den Mund gegeben. Da hören wir ein lautes „Halt!“. Gaby erklärt uns, dass wir dem Pony das Brot nicht einfach in den Mund geben dürfen, da es passieren kann, dass das Pony unsere Hand mit dem Brot vertauscht und unsere Hand anknabbert. Wir warten einen Moment. Gaby gibt uns eine größere Schüssel in der wir das getrocknete Brot legen. Die Schüssel können wir gut festhalten und das Pony isst daraus das Brot. Guten Appetit! Geschafft. Tschüss Pony Snoopy. Bis zum nächsten Mal.

 

Daniela Hagedorn


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