Was brauchen Pflanzen eigentlich zum Wachsen?

Ebba hat eine kleine Tomatenpflanze mitgebracht. Gemeinsam im Morgenkreis haben wir sie genau betrachtet. Wir haben gemessen, wie groß sie ist und eine Markierung an den Stock gezeichnet. Eine Woche später haben, wir diesen Vorgang wiederholt. Wir haben festgestellt, die Pflanze ist gewachsen. Gemeinsam haben wir überlegt, woran es liegen könnte. Die Kinder der Windeulengruppe wussten schon gut darüber Bescheid, was eine Pflanze alles zum Wachsen braucht.

Sie braucht, Licht, Wasser, Luft, Wärme und natürlich Erde.

 

Die Erde haben wir uns einmal genauer angeschaut. Woraus besteht eigentlich Erde und ist alle Erde gleich? Ihr habt Vermutungen angestellt. Aus Sand, Dreck, Steinen und Tieren, hattet ihr euch überlegt. Wir wollten es genauer wissen und haben einen Versuch gemacht.

 

Ihr habt unterschiedliche Erde gesammelt und von zuhause mitgebracht. Wir hatten hinterher fünf verschiedene Erdsorten, die wir untersucht haben.

Nr. 1 = Erde aus dem Beet im Kindergarten

Nr. 2 = Erde hinter dem Berg aus dem Kindergarten

Nr. 3 = Erde aus dem Kompost von Paulas Oma

Nr. 4 = Erde aus Paulas Sandkasten

Nr. 5 = gekaufte Blumenerde von Bjarne

 

Für den Versuch brauchten wir fünf Behälter, die wir jeweils zu einem Drittel mit den unterschiedlichen Erdsorten Befüllt haben. Dann haben wir das Glas bis zwei Finger breit unter den Rand gefüllt und ordentlich geschüttelt und anschließend aufs Regal gestellt. Am nächsten Tag haben wir beobachtet was passiert ist.

 

Wir konnten sehen, dass das Wasser wieder klarer geworden ist und sich der Großteil der Erde am Boden abgesetzt hat. Ein paar Teilchen schwammen an der Wasseroberfläche.

Als wir uns den Bodensatz genauer angeschaut haben, konnten wir feststellen, dass in den meisten Fällen drei Schichten zu erkennen waren. Diese Schichten, sahen aber nicht bei allen fünf Proben gleich aus. Die Schichten die sich gebildet haben, waren verschieden Dick.

Besonders gut, konnte man die Schichten bei der Nr. 1 und

Nr. 3 erkennen. Der Erde aus dem Blumenbeet und der Komposterde. Unten gab es eine Schicht, die sah aus wie Sand, darauf gab es eine feinere Schicht, dass ist Lehm. Hier sind die Mineralien drin, die Pflanzen zum Wachsen brauchen. Darüber hat sich eine feine Schlammschicht gebildet, dass ist die gesunde Erde. Diese Schicht nennt man Humus. Humus besteht aus den Resten von alten Pflanzen, Blättern, Holz und toter Tiere. Diese Schicht bietet alle Stoffe, die die Pflanze zum Leben braucht.

Bei der Nr. 4, dem Sand aus Paulas Sandkasten, konnten wir keine unterschiedlichen Schichten erkennen. Das lag daran, dass der Sand künstlich hergestellt wird und die anderen Bestandteile entfernt werden. Im Sandkasten sollen ja schließlich auch keine Blumen wachsen.

Bei der Nr. 2, der Erde hinter dem Berg, konnten wir deutlich erkennen, dass der Sandanteil hier besonders hoch war. Woran das wohl liegt?  Durch das tägliche Spiel, hat sich an dieser Stelle die Erde bereits mit Sand aus dem Sandkasten vermischt. Hier wächst auch kein Gras mehr.

Interessant war, dass auch bei Nr. 5, Bjarnes mitgebrachter Erde, der Balkonerde diese Schichten nicht erkennbar waren. Das liegt daran, weil bei dieser Erde der Anteil mit den Nährstoffen künstlich hergestellt wird, damit die Pflanzen besonders gut wachsen können.

Damit war unsere Ausgangsfrage eindeutig beantwortet: „NEIN, nicht jede Erde ist gleich. Erde setzt sich in den meisten Fällen aus drei Schichten zusammen. Die Dicke der Schichten bestimmt sich durch ihre Zusammensetzung.

Woran liegt das? Pflanzen brauchen verschiedene Nährstoffe und Mineralien. Darum wachsen auch nicht überall Pflanzen gleich gut.

Die verschiedenen Schichten haben sich gebildet. Weil die verschiedenen Bestandteile der Erde nicht alle gleich schwer sind. Dieses unterschiedliche Gewicht wird auch als Dichte bezeichnet. Stoffe mit einer höheren Dichte sinken. Sand hat also im Gegensatz zu Humus eine höhere Dichte.

 

Gilfidan Kuschel


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