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„Ringen und Raufen“ bei den „Flattereulen“

Worum geht es bei dem Projekt eigentlich? Ist „Kämpfen“ das Gleiche?

Kinderland Rheine Isselstraße

Ganz eindeutig: Nein! Bei diesem Projekt sammeln die Kinder Selbsterfahrungen, um Empfindungen der anderen Kinder einschätzen zu können. „Wie reagieren die Anderen auf Körperkontakt?“ „Wie weit darf ich gehen?“ “Ist das "normal”, dass mir weh getan wird? Darf ich dann zurückschlagen?“.  Dabei helfen einige wenige, allerdings unverzichtbare Regeln. Diese haben wir gleich zu Beginn des Projektes zusammengestellt.

Beim „Ringen& Raufen“ gibt es keinen „Gegner“, sondern immer nur einen „Partner“ oder „Freund“. Die umfassendste und grundlegendste Regel aber lautet: „Es ist alles verboten, was wehtut!“ Dieses „Nicht-Wehtun“ bezieht sich dabei sowohl auf die eigene Person als auch auf das Gegenüber. Weiterhin hat jedes Kind jederzeit das Recht, einen Kampf, aus welchen Gründen auch immer, abzubrechen. Zusammen mit den Kindern haben wir gleich bei der ersten Stunde ein „Aufhör-Zeichen“ festgelegt: „Halt, stopp!“. In Laufe der Zeit merkten wir, dass unsere Regeln und dieses „Halt, stopp“-Zeichen auch im Alltag übernommen werden. 

Jede Stunde des Projektes fängt mit einem „Hallo“-Ritual und „Auffrischen“ der Regeln an. Danach spielen wir ein „Aufwärmspiel“, bevor es zu einigen „Ringen& Raufen“ Übungen kommt. Dabei geht es sowohl um Spiele wo richtig Kräfte gemessen werden, sowie um Geschicklichkeitsspiele, um Nähe zuzulassen und Grenzen auszutesten. Zum Schluss spielen wir noch ein „Abschiedsspiel“ und sagen uns gemeinsam „Tschüss“.

Ende März standen einige Übungen mit dem Rollbrett an, die den Kindern sehr viel Spaß bereitet haben. Daher haben wir uns gedacht, da „integrieren“ wir doch gleich den „Rollerbrettführerschein“ mit ein! Die Kinder waren ganz stolz auf ihre Leistungen!

Heute, am 15.04.2026 hat es die letzte „Ringen& Raufen“ Stunde gegeben. Dabei haben wir uns an die Übungen erinnert, die wir im Projekt gemacht haben und die Spiele gespielt, die uns am meisten gefallen haben. Und eine Urkunde für die Teilnahme am Projekt durfte da auch nicht fehlen!