„Präventionsarbeit startet bereits in der Kita“

Der GKV Spitzenverband lädt zum Interview

Jedes Jahr präsentiert der GKV Spitzenverband, Berlin (gesetzlicher Krankenkassen Verband) seinen Präventionsbericht im Rahmen des Präventionsgesetzes. In diesem werden eigene Präventions- und Gesundheitsziele festgelegt.

Die Umsetzung des Präventionsgesetzes ist auf Bundesebene, in den Ländern und bei den Krankenkassen vor Ort in vollem Gang. Gemeinsam mit Trägern und Vereinen sollen die Ziele umgesetzt werden. (Präventionsbericht2016 GKV u. MDS)

In diesem Jahr beschäftigt sich der Bericht u.a. mit dem Thema „Anerkannter Bewegungskindergarten mit dem Pluspunkt Ernährung“. Für ein gemeinsames Interview mit der Journalistin Cornelia Kolbeck, die extra aus Berlin anreiste, waren der Landrat des Kreises Steinfurt Dr. Klaus Effing, der Geschäftsführer vom Lernen fördern Bernhard Jäschke und Martina Rathmann vom Kreis Sportbund zu Gast im Kinderland Isselstraße in Rheine. Im Gespräch mit den Mitarbeitenden vor Ort schilderten alle, wie wertvoll dieser Ansatz für Klein und Groß ist.

Seit 10 Jahren besteht ausgehend vom KSB (Kreis Sport Bund) die Kooperation von Sportvereinen und Kitas. Für Kinderland war von Anfang an klar, dass der Ansatz des Bewegungskindergartens fest in das Kinderlandkonzept verankert wird. „Wir haben den Auftrag einer gesundheitsbewussten Erziehung und setzen diesen aktiv in all unseren 18 Tageseinrichtungen um“, so Jäschke. Grundlegend gibt es zwei wichtige Säulen für die Arbeit in einem Bewegungskindergarten. Zum einen die Qualifizierung der Mitarbeitenden, die regelmäßig aufgefrischt werden muss, zum anderen die Kooperation mit einem Sportverein vor Ort. Der KSB koordiniert die Zusammenarbeit und begleitet die Weiterentwicklung. Er qualifiziert die Mitarbeitenden der Kitas durch Lehrgänge oder Fortbildungen.

Die Erzieher und Erzieherinnen in den Einrichtungen sorgen durch ihre pädagogische Haltung und den geschulten Blick für die nötige Umsetzung. Sie schaffen täglich Bewegungsanlässe, motivieren und unterstützen die Kinder in ihrem Handeln.

Effing betont, „Wir müssen im Rahmen von Prävention schon in der Kita den Grundstein für die spätere Zukunft legen!“ Als Schirmherr der Bewegungskindergärten im Kreis Steinfurt liegt ihm dieser Ansatz sehr am Herzen. Er bewundert die vorbildliche Zusammenarbeit und findet anerkennende Worte „Das ist nicht selbstverständlich!“

Wie alle Beteiligten im Austausch festgestellt haben ist der niederwellige Zugang das, was einen Bewegungskindergarten ausmacht. Bewegung zieht sich durch alle Bildungsbereiche, „Bildung braucht Bewegung“.
Jäschke erinnert sich an seine Sportstunden, die er als Kind besucht hat. „Alle standen in einer Reihe und machen dieselbe Übung, das war nicht gerade motivierend.“

Der Pluspunkt Ernährung, der nur in Verbindung mit dem zertifiziertem Bewegungskindergarten vergeben wird, rundet das ganze ab. Vanessa Drösser von der AOK Rheinland/ Hamburg steht in diesen Bereich den pädagogischen Mitarbeitenden vor Ort als Koordinatorin zur Seite.

Die Kinder werden in der heutigen Zeit auch über die Mittagszeit hinaus in der Kita betreut. Die Kitas sind ein Lernort für Essen und Trinken. Gemeinsam mit den Eltern sorgen wir für eine ausgewogene Ernährung, versuchen Defizite auszugleichen und zur Chancengleichheit beizutragen.

Alle Interviewpartner freuten sich über das große Interesse am Thema, auch über die Landesgrenzen hinaus bis nach Berlin. Das macht deutlich wie wichtig das Thema gesundheitsbewusste Bildung ist und welch wichtige Rolle jeder Einzelne in dieser vorbildlichen Kooperation hat.

Ende September soll der Präventionsbericht 2017 mit dem geführten Interview erscheinen. 


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