Mein FOS-Jahr beim Kinderland Lotte

Erfahrungsbericht

 Mein FOS-Jahr beim Kinderland Lotte

Mein erster Eindruck:

Mein erster Eindruck von dem Kinderland Lotte war ziemlich positiv. Ich wurde von den Erziehern und Kindern freundlich aufgenommen. Besonders bei den Kindern hatte ich mir Sorgen gemacht, dass sie mich nicht sofort aufnehmen und erstmal ganz vorsichtig mit mir sind. Aber nein, ganz im Gegenteil, ich wurde direkt von den Kindern akzeptiert. Die Kinder wollten direkt mit mir spielen, malen oder in den Snoozle-Raum oder Turnhalle. Ich war ziemlich froh darüber, dass die Erzieher sehr geduldig mit mir waren und nicht direkt so viele Aufforderungen gesetzt haben. Vor allem weil ich vorher nicht wirklich Erfahrungen in einem Kindergarten sammeln konnte. Mir wurde genug Zeit gegeben mich einzuleben, alle kennenzulernen und mit meinen Aufgaben richtig zurecht zu kommen.

Mein Tag und meine Aufgaben Vor Corona:

Mein Tag im Kindergarten fängt um 7.30 Uhr an und endet um 17.00 Uhr. Montags und Dienstags bin ich in der Schule. Dienstags, wo ich nur bis 11.00 Uhr Schule habe, fange ich dann um 14.00 Uhr an und habe wie gewohnt um 17.00 Uhr Feierabend.

Kinderdienst: Die meiste Zeit bin ich im Kinderdienst, wo ich mit den Kindern spiele, male, bastel oder Angebote mache. Öfters gehen wir auch in die Turnhalle oder bei gutem Wetter auch nach draußen. Küchendienst: Beim Küchendienst bereite ich zusammen mit jemand anderem das Frühstück für die Kinder vor. Dabei bereiten wir das Brot, Aufschnitt, etwas Obst oder Gemüse und etwas zu trinken vor. Freitags haben wir immer gemeinsames Frühstück, wo die Kinder alle zusammen in ihren Gruppen essen. Dazu gibt es immer eine besondere Kleinigkeit wie z.B. ein Milchshake oder Kuchen, was es sonst so nicht geben würde. Das Frühstück geht von 8.00-9.30 Uhr in der Küche.

Begrüßungsdienst: Beim Begrüßungsdienst stehe ich vorne beim Eingang und notiere bei der Anwesenheitsliste wer da ist und wer nicht. Dazu muss ich noch bei der Stattküche anrufen und Bescheid geben wieviel essen wir an dem jeweiligen Tag brauchen. Der Begrüßungsdienst geht bis 9.00.

Babyfon: Beim Babyfon sind eine Erzieherin und ich in einer Gruppe mit den Babyfon’s zusammen. Wir achten darauf, dass die Kinder in Ruhe schlafen. Sobald ein Kind wach ist, hole ich es aus dem Schlafraum und bring es in die Gruppe. Dort ziehe ich es dann an und danach kann es sich leise beschäftigen.

Hausdienst: Beim Hausdienst stelle ich die Stühle in den Gruppen hoch, fege einmal durch, schließe Fenster und Türen ab und bringe den Müll raus. Genau dasselbe mache ich dann auch mit der Küche. Mit dem Hausdienst fange ich meist um 15 Uhr an.

Während Corona:

Mein Tag beginnt um 7.00 und endet um 15.30. Bis zu den Ferien hatte ich einmal in der Woche Schule wonach ich noch bis 17.00 Uhr zum Praktikum im Kinderland musste.

Kinderdienst: Zu Beginn bei Corona war ich bei den Schlaufüchsen (die Großen). Da war eigentlich alles so wie vorher nur musste man darauf achten, dass die Kinder nicht mit den Kindern aus den anderen Gruppen in Kontakt kommen und öfter ihre Hände waschen vor allem vor dem Essen. Das galt dann auch wo ich später bei den Rennschnecken (die Mittleren) war und jetzt auch bei den Feldmäusen (die Kleinen).

Küchendienst: Beim Küchendienst bereiten und jemand anderes die Brote für die Kinder vor, da die Kinder das ja nicht mehr alleine dürfen. Dazu schneide ich noch ein wenig Obst oder Gemüse für die Kinder und stell alles auf die Wagen. Die Wagen holen sich die jeweiligen Gruppen dann selber ab. Babyfon-Dienst: Beim Babyfon ist alles so geblieben wie vorher. Geändert hat sich nur, dass man alleine Babyfon-Dienst hat wegen den Abstandregeln. Ich achte dann auf den Schlafraum der Feldmäuse und die Rennschnecken auf ihren eigenen. Außerdem schläft jetzt nur ein Kind, wo vorher immer 6 geschlafen hatten. Das liegt jedoch an den neuen Gruppenkonstelationen. Dass dient dem Zweck, dass die Kinder nicht im Sommer erst in eine andere Gruppe umziehen, vor allem weil auch viele neue Kinder in die Kita kommen.

Hausdienst: Beim Hausdienst ist ebenfalls alles so geblieben wie vorher. Geändert hat sich nur, dass alle Türklinken am Ende des Tages desinfiziert werden müssen.

Allgemeiner Eindruck:

Es hat sich eigentlich nichts geändert.

Ich bin mit meinem Praktikumsplatz gut zu Frieden. Ich verstehe mich mit den Kindern und Erziehern genau wie am Anfang sehr gut. Klar lief es nicht immer zu 100% gut und ich war auch mal gestresst oder unmotiviert. Aber das ist ganz normal und gehört einfach auch mal dazu. Meine Motivation finde ich dann meist in den Kindern wieder. Es macht mir Spaß mit Kindern und allgemein mit Menschen zu arbeiten. Und dadurch, dass die Kinder immer gute Laune haben und lustig drauf sind, bin ich dann auch direkt viel motivierter. Ich wurde ständig in verschiedene Gruppen eingeteilt. Mal war ich bei den Schlaufüchsen, dann bei den Rennschnecken und auf einmal bei den Feldmäusen. Anfangs fand ich das schon nervig. Aber jetzt wo ich darüber nachdenke bin ich sogar froh immer mal in einer anderen Gruppe zu sein. Dadurch dass ich immer woanders war konnte ich mehr Erfahrungen sammeln und lernen mit den bestimmten Altersgruppen besser umzugehen. Vor meinem Praktikum war es so dass ich mit bei den Kindern dachte ,,Ach die sind doch klein, die verstehen so einiges bestimmt noch nicht‘‘. Aber jetzt bin ich definitiv vom Gegenteil überzeugt. Die Kinder haben mir gezeigt, dass sie bei weitem viel mehr können als man vielleicht denkt. Sie hören immer zu auch wenn sie gerade beschäftigt sind. Kinder können sehr stur sein, wenn sie etwas nicht wollen und manchmal auch schwer zu überzeugen. Ich dachte eigentlich, dass man Kinder sehr leicht von etwas überzeugen kann aber nein. Wenn es dann mal darum geht etwas aufzuräumen, sind manche Kinder so stur und protestieren bis zum Schluss dagegen. Außerdem lernen Kinder ziemlich schnell dazu und behalten manche Dinge sehr gut im Kopf. Ich war dann schon ziemlich überrascht als ein Kind mir alle Tiere, Dinosaurier oder Vögel aufzählen konnte.

 

Meine weiteren Pläne: Mein Jahr im Kinderland hat mir sehr gefallen aber ist nicht wirklich das, was ich weiter machen wollen würde. Es wäre mir nach einer gewissen Zeit zu langweilig geworden, vor allem weil es für mich zu wenig Abwechslung in einem Kindergarten gibt. Ich werde weiterhin mein Ziel verfolgen Krankenschwester zu werden. Es macht zwar Spaß mit Kindern zu arbeiten aber es ist nichts wo ich mir vorstellen könnte, das mein halbes Leben lang zu machen. Ich möchte viel lieber Menschen helfen können. Außerdem gibt es in einem Krankenhaus meiner Meinung nach mehr Abwechslung, die ich eben brauche. Es sind ständig neue Leute im Krankenhaus und es gibt mehrere verschiedene Stationen. Also will ich die FOS-12 gut schaffen und dann meine Ausbildung als Krankenschwester beginnen.

 

Isabell Gaz


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