Kita-Alltag im Ausweichquartier in der Marienschule eingerichtet-Bericht der WN| 10.09.2016 von Dietlind Ellerich

Die Übergangsgruppe der Kita Kinderland Mettingen hat sich in den Räumen der Schlickelder Marienschule gut eingelebt.


Christel hat sich beim Spielen ein paar Schrammen geholt, Estelle ist der Schnuller in den Schmutz gefallen, Conrad wird gerade abgeholt. Janno versucht, seinen Schuh anzuziehen. Fjanna zieht sich die Socken aus, immer wieder. Christel interessiert sich ebenfalls brennend für eine Socke, die rot-weiß-geringelte nämlich, die dem Raben aus dem beliebten Kinderbuch seinen Namen gab. „Alles meins“ mit dem frechen kleinen Raben Socke ist eins der Lieblingsbücher des Mädchens, und es möchte, dass Daniela daraus vorliest. Wenigstens bis zum Essen...

Christel ist nicht das einzige Kind in der kleinen Kuschelecke, das der Erzieherin ein Buch vor die Nase hält. Alle haben Lieblingsbücher, und bis zum Mittagessen dauert es nicht mehr lange. Die Großen warten, bis die Kleinen fertig sind, dann stehen für sie Spaghetti mit Soße auf dem Tisch im Raum nebenan. „Ich hab Hunger“, meldet sich ein Junge.
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In der Übergangsgruppe der Kindertageseinrichtung Kinderland Mettingen in der Trägerschaft der Kinderland gGmbH des Vereins Lernen fördern herrscht ganz normaler Kita-Alltag. 24 Mädchen und Jungen zwischen zehn Monaten und fünf Jahren werden seit dem 1. August im neueren Gebäudeteil der Schlickelder Marienschule betreut, bis ihre Kita an der Raalter Straße fertig ist und sie sich gemeinsam mit etwa noch einmal so vielen Minis dort einrichten können.

„Spätestens Anfang November sind wir drin“, sind die Einrichtungsleiterin Ann-Christin Schneid und die Verbundleiterin der Kinderland-Tagesstätten in Lotte und Mettingen, Nicole Denk, überzeugt.

Bis dahin müssen den Kids und dem Team gelegentliche Ausflüge reichen, um sich vom Baufortschritt zu überzeugen, oder die täglichen Berichte von zwei Geschwistern, die dort ganz in der Nähe wohnen und das Geschehen auf der Baustelle von zu Hause aus verfolgen.

Kinder und Betreuerinnen haben sich in der Schlickelder Grundschule gut eingelebt. In diesen Tagen genießen sie das Spätsommerwetter und die Spielgeräte draußen und die gemütlich eingerichteten Räume drinnen. Es ist ein schönes Provisorium und ein Glücksfall fürs Kinderland Mettingen. „Für uns ist es optimal, dass wir das leer stehende Gebäude nutzen können“, ist Nicole Denk dankbar für das Ausweichquartier bis zur Fertigstellung des Neubaus.

Dass die Kleinen, die sich gerade erst an die Kita gewöhnt haben, Probleme mit der Veränderung in wenigen Wochen haben werden, glauben die beiden Erzieherinnen nicht. „Das Mobiliar und die Menschen gehen ja mit“, sind sie sicher, dass der Umzug nach dem gemeinsamen Packen von Umzugskartons reibungslos über die Bühne gehen wird.

Bis dann wird in dem Raum, in dem früher Englisch gelernt wurde, nach dem Mittagessen geschlafen, und wo Mathe und Deutsch auf dem Stundenplan stand, wird gespielt, getobt, vorgelesen und gekuschelt. Bis Melanie die Truppe zum Essen holt.

„Ich mag die Soße nicht“, weiß ein Junge. Probiert hat er noch nicht. Ganz normaler Kita-Alltag eben.


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