Kinder in Bewegung

Fachbericht zum Thema Bewegung

Wofür ist Bewegung eigentlich gut? Oft denkt man nur, dass die Kinder durch die Gegend laufen und sinnlos rumtoben. Doch Bewegung ist noch viel mehr.

Da die Bewegungsarmut und das Übergewicht bei Kindern immer mehr zunimmt, werden immer mehr Bewegungskindergärten geschaffen. Dadurch, dass Bewegung in den Alltag integriert wird und neben den geplanten Bewegungsangeboten immer freie Bewegungszeiten zustande kommen, sollen die Kinder fit bleiben. Neben dem Bewegungsmangel und dem Übergewicht, sollen auch Fehlhaltungen vorgebeugt und verschiedene Funktionen gestärkt werden.

 Personale Funktion:

- Den eigenen Körper kennenlernen

- Eigene Fähigkeiten kennenlernen

- Eigene Grenzen erfahren

- Selbstbewusstsein

Soziale Funktion:

- Mit anderen gemeinsam etwas tun

- Mit- und gegeneinander spielen

- Sich mit anderen absprechen, nachgeben und sich durchsetzen

Produktive Funktion:

- Selber etwas machen herstellen, mit dem eigenen

- Mit dem eigenen Körper etwas hervorbringen (z.B. ein Handstand)

 Expressive Funktion:

- Gefühle und Empfindungen in Bewegung ausdrücken, körperlich ausleben und verarbeiten Impressive Funktion:

- Gefühle wie Lust, Freude, Erschöpfung und Energie empfinden

 Explorative Funktion:

- Die dingliche und räumliche Umwelt kennenlernen

- Mit Geräten auseinandersetzen und ihre Eigenschaften erfassen

 Komparative Funktion:

- Sich mit anderen vergleichen/ miteinander messen Siege

- Siege verarbeiten als auch Niederlagen ertragen lernen

 Adaptive Funktion:

- Körperlichen Grenzen kennenlernen

- Leistungsfähigkeit steigern

 Um diese genannten Funktionen zu schulen, ist es wichtig, dass die Kinder so oft es geht die Möglichkeit zum Bewegen haben und somit auch ihren natürlichen Bewegungsdrang nachgehen können. Somit ist Bewegung ein wichtiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung. Durch die Verwendung von verschiedenen Materialien, schulen die Kinder ihre Motorik und können durch gezielte Übungen ihre Koordination fördern. Zudem folgt der bewegungspädagogische Ansatz den Gedanken von Maria Montessori und Jean Piaget. Als Grundbedingung einer ,,normalen“ Entwicklung wird das spontane und selbstbestimmte Handeln der Kinder gesehen. Zudem liegt die Basis für verschieden Erkenntnisgewinnungen in den einfachen Handlungen und Tätigkeiten eines Kindes. Bei der freien Bewegung wird dem Kind die Gelegenheit gegeben selbstständig die Umwelt zu erfahren und selbstbestimmt zu Handeln. Somit ist eine Umgebung, die die Kinder in Eigeninitiative erforschen können von Vorteil.


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