Gefühle haben viele Gesichter

"Wie fühlst du dich und wie guckst du dann?"

Kinderland Greven Teichstraße

Gefühle sind im Alltag ständige Wegbegleiter und werden individuell von jedem wahrgenommen. Es gibt schöne wie auch nicht so schöne Gefühle.

In den letzten Wochen kam in unterschiedlichen Situationen in der Schneckengruppe immer mehr das Thema: „Gefühle“ zu Vorschein. Wie fühle ich mich, wenn mir ein Freund sagt, „Du bist nicht mehr mein Freund“ oder wenn es mein Lieblingsessen zum Mittag gibt. Durch kleinere Diskussionen, Streitereien und schönen Momenten gab es immer wieder viele unterschiedliche Gefühle, die mit den Kindern im Alltag aufgegriffen worden sind und thematisiert wurden.

Im Morgenkreis war den Kindern schnell bewusst Gefühle die wir empfinden können ganz unterschiedlich sein. Gemeinsam zählten wir unsere Gefühle auf und überlegten was es überhaupt an Gefühlen gibt und wie man diese auch erkennen kann.

Zum Beispiel wurde genannt, dass wenn man Traurig ist man manchmal weinen muss und wenn man Glücklich ist oft Lachen muss. Anhand von unterschiedlichen Bildern haben wir raten können, welche Gesichtsmimik zu welchem Gefühl passt. Das konnten die Kinder sehr gut einschätzen. Aussagen, wie „Boah, guckt der böse“ und „der weint“ wurden genannt.

Weiterhin haben wir uns damit beschäftigt, in welchen Situationen wir uns, wie fühlen und wie unsere Gesichter dabei aussehen. Gemeinsam haben wir uns mit den Kindern in verschiedene Situationen hineinversetzt und überlegt wie man das Gesicht bei den bestimmten Gefühlen als Mimik darstellen kann. Ein Beispiel dazu war: „Wenn mir jemand wehtut, bin ich traurig und weine auch manchmal.“

Alle sind sich einig, wenn wir traurig sind kullert uns manchmal auch eine Träne das Gesicht herunter. Weitere Beispiele von den Schneckenkinder waren z.B. Wenn jemand uns ärgert oder uns Spielzeug wegnimmt kann unser Gefühl Sauer oder Wütend sein. „Dann guckt man ganz böse“, stellten die Kinder fest und ahmten direkt das Gefühl nach.

Zurzeit beschäftigen wir uns auch mit dem Thema "Was einem dabei helfen kann, wieder glücklich zu sein.“ Schnell wurden hier viele tolle Ideen gesammelt und die Kinder bemerkten, dass jeder individuell andere Maßnahmen ergreift und braucht. Manchen Kindern hilft eine Umarmung, oder ihr Kuscheltier damit es ihnen besser geht. Andere möchte dann lieber alleine sein. Auch das Kuscheln mit Mama oder Papa kann helfen um wieder glücklich zu sein und ein unangenehmes Gefühl loszuwerden.

Das Thema ist sehr umfangreich und wird uns sicherlich noch im Alltag sehr häufig begleiten.