Lagerfeuer, Kletterwald und Jobperspektiven

Emsdetten/Westladbergen: „Ich habe etwas über Jobs gelernt“, sagt Aische, „…und ich etwas für meine Zukunft“ ergänzt Sultane. Beide sind Schülerinnen der neunten Klasse der Emsdettener Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule. Ihr Mitschüler Daniel hat einen Auszubildenden im ersten Lehrjahr gesprochen: „Jetzt weiß ich mehr über den Beruf des Fliesenlegers“. Nikolai hat außerdem noch das Klettern im Ibbenbürener Kletterwald und das Lagerfeuer am Dienstagabend gefallen. „Die Marshmallows beim Lagerfeuer waren lecker“, ergänzt Tengiz.
Kooperation Schule Jugendhilfe
Vom 10. - 12.Mai. gastierten die Jugendlichen für 3 Tage in den Räumlichkeiten der CAJ-Werkstatt in Westladbergen um am Berufsorientierungscamp des Lernen fördern teilzunehmen. Organisiert und durchgeführt wurde das Intensivcoaching von Detlef Bolte, zuständiger Mitarbeiter des Vereins für den Bereich „Übergang Schule Beruf“, dem Klassenlehrer Stefan Donaszewski und der Studentin der Sozialen Arbeit Lisa Bolduan. Herbert Beckmann, Schulleiter der Emsdettener Förderschule für Lernen, Sprache sowie emotionale und soziale Entwicklung sagt zum Camp: „Die gute und langjährige Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem Träger „Lernen fördern“ bereichert seit über 20 Jahren das Angebot an unserer Schule. Das Berufsorientierungscamp, das wir in diesem Jahr zum zweiten Mal unseren Schülerinnen und Schülern anbieten, ist das I-Tüpfelchen im Übergang von der Schule zum Beruf “
Abwechslungsreiches Programm
Wie finde ich meinen Traumberuf? Wo liegen meine persönlichen Stärken? Und welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es in meiner Region? Gemeinsam bereiteten Schule und Jugendberufshilfe auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Programm zur beruflichen Orientierung vor. In differenzierten Aktionen erfahren die Schülerinnen und Schüler im Berufsorientierungscamp viel über ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten. Ein ehemaliger Schüler der Förderschule und jetziger Auszubildende berichtete abends aus erster Hand von seinen Erfahrungen in der Ausbildung zum Fliesenleger. Die Erwartungen der Betriebe an die Bewerberinnen und Bewerber ergänzten das Program. Vervollständigt wurde das intensive Arbeitsprogramm durch attraktive erlebnispädagogische Events, zum Beispiel einem ausgedehnten Besuch im Kletterwald in Ibbenbüren und einer Fahrradtour ins nahegelegene Gewerbegebiet von Saerbeck. Dabei wurde auch der Flughafen Münster-Osnabrück besichtigt.
Chancen und Perspetiven erkennen
Nach Abschluss des Berufsorientierungscamps werden die jungen „Camper“ die Ergebnisse ihrer mehrtägigen „Arbeitsmarkterforschung“ ihren Mitschülern, Eltern und Lehrern in der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule präsentieren. Möglich wurde das Berufsorientierungscamp durch das Innovationsprojekt „Zukunft fördern. Vertiefte Berufsorientierung gestalten“ der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit und des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Schule und Weiterbildung. Diese Mittel ergänzen sinnvoll die durch die Stadt geförderte Jugendsozialarbeit beim Träger Lernen fördern in Emsdetten. „Das Engagement von Stadt und Lernen fördern im Bereich Übergang Schule Beruf in unserer Stadt ist beispielhaft und trägt in Kooperation mit der Arbeit der Lehrkräften an den Schulen zur guten Berufsorientierung der Schülerinnen und Schüler in Emsdetten bei“, sagt Schulleiter Herbert Beckmann abschließend.


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