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Sternenjagd im Winterwald - Bürener Kinderland feiert den Advent unter Bäumen

Leise raschelte ein Stern im Wind. Gut ein Dutzend der glitzernden Weihnachtsboten wiesen den Kindern den Weg. Für die Adventszeit hatte Annette Sökeland, Leiterin des Bürener Kinderlandes, die Kinder und Eltern zu einer Adventsfeier im Wald eingeladen.
Wir wollen hier mit den Kindern Neues entdecken“, erklärte sie und hatte dafür ein Waldstück im Hakenhof- Holz nahe dem Heger Friedhof gewählt. In dem wandelten nun etwa 30 Eltern mit ebenso vielen Kindern auf vorweihnachtlichen Pfaden am Lotter Kirchweg.
Dick vermummt und guter Dinge stapften die Kinderländer über Stock und Stein und Wurzel. Wegen des vorangegangenen Sturms wäre der Termin beinahe ausgefallen, doch bis zum Nachmittag hatte sich das Wetter beruhigt. So suchten die Kinder eifrig Sterne: Die goldenen zeigten den Weg an, silberne die Haltepunkte. „Die Kinder sind begeistert“, berichtete Erzieherin Nele Schleck von der Vorhut, „sie sind kaum zu bändigen.“
Die Pausen unter den Silbersternen boten Gelegenheit zum Singen und für Weihnachtsbräuche. Mit Begeisterung präsentierten die Kinder Weihnachtslieder, bei denen sie das Kribbeln im Bauch und die Ungeduld beim Warten auf das Christkind mit vollem Körpereinsatz beschrieben. Die Freude auf das nahende Fest war ihnen dabei anzusehen.
Es wurden weihnachtliche Geschichten vorgelesen, und für noch mehr Weihnachtsstimmung sorgte Vater Carsten Mertinkat, der nicht nur seine Gitarre, sondern auch musikalische Verstärkung mit seiner Begleiterin Anna Lefmann mitgebracht hatte, die ebenfalls ihr Instrument erklingen ließ.
Für den Weihnachtswald hatten die Kinder aber noch mehr vorbereitet: Es wurden Gedichte vorgetragen und Tänze aufgeführt. Ein Höhepunkt war die Fütterung der Tiere. Dafür hatten Kinder und Erzieherinnen Tierformen vorbereitet, die wie Meisenknödel Körner und Fett enthielten. Diese hängten die Kinder an die Zweige.
Es wurde noch viel getanzt und gesungen, auch ein Sternentanz war dabei. Zum Abschluss wärmten sich alle an heißem Kakao, und die Kinder bekamen eine kleine Überraschung geschenkt.
Trotz kühler Witterung fand der Winterwald bei Kindern und Erwachsenen großen Anklang. „Es macht sehr viel Spaß“, befand auch Mutter Janine Henneke strahlend. Ob die Weihnachtsfeier im nächsten Jahr wieder im Wald stattfindet, wird noch entschieden. Vielleicht liegt das auch daran, dass die Winterwäldler bei aller Freude doch ziemlich kalte Nasen bekamen.                     
NOZ. Autor: Astrid Springer